Stell Dir vor, Du könntest Deinen Diabetes besser kontrollieren und gleichzeitig mehr Freiheit und Flexibilität in Deinem Alltag genießen. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Nicht mit einer modernen Insulinpumpe!

  • Sie sind nicht nur kleine technische Wunderwerke, sondern auch echte Lebensretter.
  • Sie bieten eine präzise Insulindosierung, die manuelle Injektionen in den Schatten stellt.
  • Sie ermöglichen es Dir, Deine Mahlzeiten und Aktivitäten flexibler zu gestalten.

Aber wie wählt man die richtige Pumpe aus? Und was sind die wirklichen Vorteile? In diesem Artikel werde ich, basierend auf meiner eigenen Erfahrung und Recherche, tief in die Welt der Insulinpumpen eintauchen. Ich werde Dir zeigen, wie sie das Leben von Menschen mit Diabetes revolutioniert haben und warum sie vielleicht auch für Dich die richtige Wahl sind.

Lass uns gemeinsam mehr über diese innovative Technologie erfahren und herausfinden, wie andere Diabetiker ihre Erfahrungen mit Insulinpumpen gemacht haben. Und wenn Du mehr über die technischen Aspekte erfahren möchtest, schau Dir doch die Insulinpumpe Therapie bei Medtronic oder die Insulinpumpentherapie bei DZD an.

Bist Du bereit, Dein Diabetesmanagement auf das nächste Level zu heben? Dann lass uns starten!

Ärzte setzen eine Pumpe, ein medizinisches Gerät, zur Behandlung von Diabetes ein. Sie gibt kontinuierlich Insulin in Deinen Körper ab, um den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. Das prominente Diabetesportal ADA (American Diabetes Association) erklärt, wie Insulinpumpen funktioniert und betont ihre Vorteile für Menschen, die an Diabetes leiden. Es gibt Pumpen in verschiedenen Arten, Größen und mit unterschiedlichen Funktionen, um Deinen individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Eine Pumpe bietet Dir viele Vorteile, wie eine bessere Kontrolle des Blutzuckerspiegels, mehr Flexibilität bei der Mahlzeitenplanung und ein geringeres Risiko für Hypoglykämie.

Allerdings musst Du sie kontinuierlich überwachen und es können mögliche Komplikationen auftreten. Es ist wichtig, dass Du die Insulinpumpe gemäß den Anweisungen Deines behandelnden Arztes verwendest und regelmäßige Wartungen durchführst, um die optimale Funktion zu gewährleisten.

Wesentliche Erkenntnisse:

  • Insulinpumpen sind kleine elektronische Geräte, die kontinuierlich Insulin abgeben, um den Blutzuckerspiegel bei Menschen mit Diabetes zu regulieren. Sie können helfen, die Insulinverabreichung zu automatisieren und die Lebensqualität zu verbessern.
  • Durch die kontinuierliche Insulinabgabe ermöglichen Insulinpumpen eine präzisere Anpassung der Insulindosierung im Vergleich zu manuellen Injektionen. Dies kann dazu beitragen, den Blutzuckerspiegel stabiler zu halten und Hypoglykämien zu vermeiden.
  • Mit einer Insulinpumpe können Menschen mit Diabetes flexibler sein bei der Mahlzeitengestaltung, der körperlichen Aktivität und den Schlafgewohnheiten. Sie ermöglichen eine individuelle Anpassung der Insulinabgabe an den täglichen Bedarf.

Was ist eine Insulinpumpe?

Eine Insulinpumpe ist ein kleines Gerät, das Du am Körper trägst, um Dir bei der Verabreichung von Insulin zu helfen, wenn Du Diabetes hast. Im Gegensatz zum manuellen Spritzen von Insulin ermöglicht Dir die Insulinpumpe eine präzise Dosierung des Insulins und gibt dieses kontinuierlich ab. Wenn Du eine Insulinpumpe verwendest, kannst Du Deine Blutzuckerkontrolle verbessern und Schwankungen im Blutzuckerspiegel minimieren. Außerdem kannst Du flexibler in Bezug auf Mahlzeiten und Aktivitäten sein, was Deine Lebensqualität verbessern kann.

Insulinpumpe
Insulinpumpe

Was ist eine Insulinpumpe? Es ist ein medizinisches Gerät, das Dir, wenn Du Diabetes hast, bei der Verabreichung von Insulin hilft. Sie gibt kontinuierlich Insulin ab und ermöglicht Dir eine präzise Dosierung, im Gegensatz zur herkömmlichen Insulininjektion. Durch ihre Verwendung kannst Du Schwankungen im Blutzuckerspiegel minimieren und Deine Lebensqualität verbessern, da Du flexibler in Bezug auf Mahlzeiten und Aktivitäten sein kannst.

Ein Beispiel, das die Vorteile einer Insulinpumpe verdeutlicht, ist die Geschichte von Anna. Anna, eine junge Frau mit Typ-1-Diabetes, hatte vor einigen Jahren Schwierigkeiten, ihre Insulingabe mit Injektionen zu kontrollieren. Ihr Blutzuckerspiegel war oft unvorhersehbar, und sie erlebte häufig Unter- oder Überzuckerungen. Als sie anfing, eine Insulinpumpe zu verwenden, verbesserte sich ihre Blutzuckerkontrolle erheblich. Sie konnte besser auf ihre Mahlzeiten und Aktivitäten reagieren und fühlte sich insgesamt wohler und energiegeladener. Die Insulinpumpe hat Anna dabei unterstützt, ihr Diabetesmanagement zu optimieren und ihr eine bessere Lebensqualität zu ermöglichen.

Wie funktioniert eine Insulinpumpe?

Die Insulinpumpe gibt kontinuierlich Insulin in Deinen Körper ab und besteht aus einem Reservoir zur Aufbewahrung des Insulins, einem Mikroprozessor zur Steuerung und einem Display für Einstellungen und Überwachung. Du programmierst das Insulin in vordefinierten Mengen, und die Pumpe gibt es regelmäßig ab, um Deinen Blutzuckerspiegel stabil zu halten.

Basalraten
Basalraten

Dabei platzierst Du eine Nadel unter der Haut, die einen kleinen Schlauch befestigt, durch den das Insulin fließt. Die Insulinpumpe kann sowohl basales Insulin für den Grundbedarf als auch Bolusinsulin für Mahlzeiten oder zur Korrektur des Blutzuckerspiegels abgeben.

Im Vergleich zu herkömmlichen Injektionen ermöglicht sie Dir eine präzisere Kontrolle des Insulinspiegels und bietet zusätzliche Flexibilität im Alltag. Dabei ist es wichtig, dass Du regelmäßig Deinen Blutzuckerspiegel überwachst und die Insulinpumpe entsprechend anpasst, um eine optimale Behandlung zu gewährleisten. Die Pumpe funktioniert mit Batterien.

Welche Arten von Insulinpumpen gibt es?

In Bezug auf Insulinpumpen gibt es verschiedene Arten, die den individuellen Bedürfnissen gerecht werden können. Welche Arten von Insulinpumpen gibt es?

Die Sensorunterstützte Pumpentherapie ermöglicht eine kontinuierliche Messung des Blutzuckerspiegels und automatische Insulinanpassung.

Continuous Subcutaneous Insulin Infusion (CSII) gibt kontinuierlich kleine Mengen Insulin ab.

Sensor Platzierung
Sensor Platzierung

Die Insulinpumpe mit kurzer Basalratenanpassung passt die Basalrate an den aktuellen Blutzuckerspiegel an.

Wasserdichte Hüllen ermöglichen das Tragen der Pumpe beim Schwimmen oder Duschen.

Insulinpumpen mit individueller Dosisanpassung ermöglichen eine maßgeschneiderte Insulindosis.

Diskretes Tragen wird durch kleine, unauffällige Insulinpumpen gewährleistet.

Kontinuierliche Glukosemessung zeigt den Blutzuckerspiegel an.

Es gibt auch Insulinpumpen, die nur kurzwirkendes Insulin abgeben können.

Wenn Sie eine Insulinpumpe auswählen, sollten Sie Ihre individuellen Bedürfnisse und Präferenzen berücksichtigen.

Überlegen Sie, ob Sie eine automatische Insulinanpassung wünschen, wasserdichte Eigenschaften benötigen oder Diskretion bevorzugen.

Die verschiedenen Arten von Insulinpumpen bieten unterschiedliche Funktionen, um Ihre Diabetesmanagement-Erfahrung zu verbessern.

Welche Personen profitieren von einer Insulinpumpe?

Eine Insulinpumpe ist besonders vorteilhaft für Menschen mit Typ-1-Diabetes. Von einer Insulinpumpe profitieren diese Personen, da sie ihnen ermöglicht, ihren Blutzuckerspiegel besser zu kontrollieren und ihre Insulintherapie individuell anzupassen.

Die Insulinpumpe stellt kontinuierlich kleine Mengen Insulin bereit, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Sie bietet zudem die Flexibilität, die Insulindosis basierend auf den Mahlzeiten, Aktivitäten und anderen individuellen Bedürfnissen anzupassen. Besonders Menschen mit volatilen Blutzuckerspiegeln oder schwankenden Insulinbedürfnissen profitieren von der präzisen Insulinabgabe der Pumpe. Während der Nacht ermöglicht eine Insulinpumpe auch eine präzisere Insulinzufuhr, um Hypoglykämien zu verhindern.

Welche Personen profitieren von einer Insulinpumpe? Ein Pro-Tipp: Um die Insulinpumpentherapie optimal einzustellen und zu überwachen, ist es wichtig, eng mit einem medizinischen Fachpersonal zusammenzuarbeiten. Regelmäßige Überprüfungen und Anpassungen sind entscheidend, um optimale Ergebnisse zu erzielen und mögliche Risiken zu minimieren.

Vor- und Nachteile einer Insulinpumpe

Entdecken Sie die Vor- und Nachteile einer Insulinpumpe, um ein besseres Verständnis für diese innovative Technologie zu erlangen. Schauen wir uns zunächst die Vorteile einer Insulinpumpe an und wie sie das Leben von Menschen mit Diabetes verbessern kann. Anschließend werden wir die potenziellen Nachteile einer Insulinpumpe beleuchten, damit Sie eine informierte Entscheidung treffen können. Tauchen wir ein und entdecken Sie die Welt der Insulinpumpen!

Vorteile einer Insulinpumpe

Die Vorteile einer Insulinpumpe sind vielfältig und machen sie zu einer beliebten und effektiven Therapieoption für Menschen mit Diabetes.

Eine sensorunterstützte Pumpentherapie ermöglicht eine kontinuierliche Glukosemessung, was zu stabileren Glukosewerten führt. Durch eine individuelle Dosisanpassung kann die Insulinpumpe den Blutzuckerspiegel besser regulieren als herkömmliche Injektionen. Außerdem können durch die Verwendung einer Insulinpumpe eiweißreiche Mahlzeiten problemlos verzehrt werden, da die Insulinabgabe flexibel angepasst werden kann.

Blutzucker
Blutzucker

Das diskrete Tragen der Insulinpumpe ermöglicht es den Nutzern, ihre Therapie unauffällig fortzusetzen und ihre Lebensqualität zu verbessern. Die Insulinpumpe ermöglicht außerdem eine kurz- oder halbstündige Dosisabgabe, was zu einer besseren Stabilisierung der Glukosewerte beiträgt. Dadurch kann die Anzahl der Injektionen verringert werden, was den Komfort für die Nutzer erhöht.

Eine sensorunterstützte Pumpentherapie bietet zudem die Möglichkeit einer kontinuierlichen subkutanen Insulininfusion, was zu einem niedrigeren HbA1c-Wert führen kann. Insulinpumpen wie Minimed 780G/740G und Mylife YpsoPump sind elektronische Geräte, die eine präzise und effektive Insulinabgabe ermöglichen. Mit ihren dünnen Schläuchen und wasserdichten Hüllen sorgen sie zudem für eine bequeme Anwendung und hohe Flexibilität im Alltag.

Nachteile einer Insulinpumpe

  • Eine Insulinpumpe kann zu Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit führen, aufgrund des dünnen Schlauchs, der den Körper mit der Pumpe verbindet.
  • Es können technische Probleme bei Insulinpumpen auftreten, wie beispielsweise Batterieausfälle oder Softwarefehler.
  • Einige Menschen können Hautirritationen durch die Pflaster, die die Pumpe auf der Haut fixieren, erfahren.
  • Nach einigen Jahren ist es notwendig, eine Insulinpumpe zu ersetzen, da sie eine begrenzte Haltbarkeit hat.
  • Um Über- oder Unterzuckerung zu vermeiden, erfordert eine Insulinpumpe eine kontinuierliche Überwachung der Glukosewerte.
  • Die Anschaffung einer Insulinpumpe und des dazugehörigen Zubehörs kann kostspielig sein und möglicherweise von einigen Krankenkassen nicht vollständig abgedeckt werden.

Wie wird eine Insulinpumpe verwendet?

Die Verwendung einer Insulinpumpe bietet viele Vorteile für Diabetiker. In diesem Abschnitt werden wir uns damit befassen, wie eine Insulinpumpe verwendet wird. Wir werden eine umfassende Anleitung zur Einstellung und Nutzung der Insulinpumpe geben, um Ihnen zu zeigen, wie diese innovative Technologie Ihnen helfen kann, Ihren Blutzuckerspiegel besser zu kontrollieren. Machen Sie sich bereit, die Welt der Insulinpumpen zu entdecken und zu erfahren, wie sie das Leben von Diabetikern positiv beeinflussen können.

Wie man die Insulinpumpe einstellt und benutzt

Die Verwendung von Insulinpumpen hat die Diabetes-Behandlung für viele Menschen revolutioniert. Wie man die Insulinpumpe einstellt und benutzt – Diese Geräte wurden Ende der 1970er Jahre eingeführt und bieten eine bequemere und präzisere Möglichkeit, Insulin an den Körper abzugeben.

Insulinpumpe
Insulinpumpe

Im Laufe der Jahre haben Insulinpumpen bedeutende Fortschritte gemacht, die individuelle Dosiereinstellungen, diskrete Tragemöglichkeiten und kontinuierliche Glukoseüberwachung ermöglichen. Dies hat die glykämischen Ergebnisse und die Lebensqualität von Menschen mit Diabetes erheblich verbessert.

Der Prozess der Einrichtung und Verwendung einer Insulinpumpe beinhaltet das Kennenlernen der Funktionen des Geräts, die Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Hygiene sowie das Verständnis von Basalratenanpassungen und der Abgabe von Bolusdosen für Mahlzeiten.

Die regelmäßige Überwachung des Blutzuckerspiegels ist für eine effektive Insulinabgabe und die Aufrechterhaltung stabiler Glukosewerte unerlässlich. Regelmäßige Wartung und Kommunikation mit medizinischem Fachpersonal sind entscheidend für den langfristigen Erfolg der Verwendung einer Insulinpumpe. Mit der kontinuierlichen Entwicklung von Technologie und laufender Forschung bleiben Insulinpumpen ein unschätzbares Werkzeug für Menschen mit Diabetes, das ihnen mehr Flexibilität und Kontrolle über ihre Erkrankung bietet.

Wie wird eine Insulinpumpe gewartet?

Die regelmäßige Wartung einer Insulinpumpe ist wichtig, um ihre einwandfreie Funktion zu gewährleisten. Hier sind einige wichtige Schritte, wie eine Insulinpumpe gewartet wird:

1. Achten Sie darauf, dass die Insulinpumpe sauber gehalten wird. Reinigen Sie sie regelmäßig mit einem milden Reinigungsmittel und warmem Wasser, um Schmutz oder Rückstände zu entfernen.

2. Überprüfen Sie regelmäßig den Zustand der Infusionssets. Stellen Sie sicher, dass die Schläuche und Nadeln nicht beschädigt sind und ordnungsgemäß funktionieren.

3. Kontrollieren Sie die Batterien der Insulinpumpe regelmäßig. Stellen Sie sicher, dass die Batterien ausreichend geladen sind, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten.

4. Überprüfen Sie regelmäßig die Insulinpatrone. Stellen Sie sicher, dass genügend Insulin vorhanden ist und dass das Verfallsdatum nicht überschritten wurde.

5. Führen Sie regelmäßige Funktionstests der Insulinpumpe durch. Überprüfen Sie, ob alle Tasten und Funktionen ordnungsgemäß arbeiten.

6. Halten Sie die Software der Pumpe auf dem neuesten Stand. Stellen Sie sicher, dass Sie regelmäßige Updates durchführen, um sicherzustellen, dass die Pumpe optimal funktioniert.

Indem Sie diese Schritte befolgen, können Sie sicherstellen, dass Ihre Insulinpumpe in gutem Zustand bleibt und Ihnen eine zuverlässige Verabreichung von Insulin ermöglicht. Wie wird eine Insulinpumpe gewartet?

Wie erhalte ich eine Insulinpumpe?

Um eine Pumpe zu erhalten, muss eine Person in Absprache mit ihrem Diabetes-Spezialisten einen Antrag bei ihrer Krankenversicherung stellen. Die Kostenübernahme für Pumpen erfolgt nur in bestimmten Fällen, und Antragsteller müssen in der Regel einen Arztbericht und Dokumentationen von Blutzuckerspiegeln über mehrere Monate vorlegen. Nach einer vorläufigen Genehmigung wird die Pumpe

Warum ich mich für eine Insulinpumpe nach vielen Jahren Diabetes entschieden habe

Der Umstieg von der Basis-Bolus-Insulintherapie mit Insulin-Pen’s auf eine Insulinpumpe war für mich eine meiner wichtigsten Entscheidungen.

Die Insulinpumpe hat sehr viele Vorteile, aber auch einige Nachteile, die ich hier beschreiben werde. Diese abzuwiegen war schon schwer genug. Aber auch die Insulinpumpen miteinander zu vergleichen war eine Herausforderung.

Seit meiner Diagnose im Februar 1999 habe ich die Basis-Bolus-Insulintherapie.

Dies bedeutet, dass ich ein Mal am Tag das Langzeitinsulin gespritzt habe, zuvor sogar zwei Mal, bevor ich auf Lantus umgestiegen bin. Zusätzlich zum Basisinsulin zu jeder Mahlzeit dann noch das Bolus- bzw. Mahlzeiteninsulin.

Dann natürlich noch weitere Insulinspritzen bei Korrekturen.

Grob geschätzt habe ich in den 18 Jahren Basis-Bolus-Therapie ungefähr 30.000 Insulin injiziert.

Insulin Spritzen
Insulin Spritzen

Meine Gründe für eine Insulinpumpe

Der Hauptgrund war, dass das Lantus, mein Langzeitinsulin, nicht mehr gut gewirkt hat. Das Lantus hat eine Wirkdauer von 24 Stunden und muss daher nur ein Mal am Tag gespritzt werden.

Ich hatte das Problem, dass ich in der Nacht ständig unterzuckerte, sodass ich kaum eine Nacht durchschlafen konnte, während hingegen ab dem späten Nachmittag mein Blutzucker stark anstieg.

Entweder ich senkte die Basisrate und hatte nachts vernünftige Werte, dafür hohe Werte abends. Oder ich erhöhte die Basisrate und hatte nachts sehr niedrige Werte, dafür aber normale Werte am Abend.

Mit Sport verstärkte sich dieser Effekt nur noch. Als ich dann ein Mal mit 30mg/dl in der Früh aufgewacht bin, musste ich dringend was ändern.

Der erste große Vorteil der Insulinpumpe ist, dass Du die Basalrate flexibel über den Tag einstellen kannst.

Fasten
Abschaltung der Pumpe bei Unterzuckerung

Die Basisversorgung des Insulins ist nicht wie beim Langzeitinsulin über den Tag gleich. Ich habe alle vier bis fünf Stunden eine andere Basalrate.

Darüber hinaus ist es sehr leicht möglich bei speziellen Bedarf die Basalrate flexibel und rasch zu ändern. Wenn ich krank bin, dann kann ich die temporäre Basalrate erhöhen oder wenn ich Sport mache, dann ganz einfach senken.

Ein weiterer Grund für meinen Wechsel war das Buch „Diabetes und Sportfiebel“ von Ulrike Thurm. Zu dem Buch werde ich später eine Buchrezession schreiben. Kurz vorweg: im Buch wird der Effekt von Sport auf Deinen Körper und Blutzucker beschrieben.

Was ich sehr gut finde, sind die persönlichen Erfahrungen der Betroffenen, die den wesentlichen Teil des Buches ausmachen.

So beschreibt die Autorin wie die Betroffenen mit ihrem Diabetes beim Sport umgehen, was genau sie vor und nach dem Sport machen, wie sie ihr Insulin vor dem Sport anpassen, was sie während des Sports machen und wie sie ihre Glukosespeicher vorher auffüllen.

Es ist großartig so viele Meinungen von Betroffenen zu lesen, die verschiedenste Sportarten praktizieren und wie sie damit umgehen.

Die meisten Diabetiker in dem Buch haben eine Insulinpumpe und viele beschreiben was für ein großer Vorteil die Insulinpumpe, nicht nur aus sportlicher Sicht, für sie ist.

Ich konnte aus dem Buch herauslesen, dass diese Flexibilität der Insulinpumpe sehr große Vorteile hat, die ich mit einer Basis-Bolus-Insulintherapie nicht haben konnte.

Ich kann vor dem Sport die Basalrate temporär senken und muss so nicht noch mehr Traubenzucker zuführen.

Mich hat es nie gestört in der Öffentlichkeit meinen Pen rauszunehmen und Insulin zu spritzen.

Ich war aber von der Diskretion einer Insulinpumpe sehr angenehm überrascht. Keine merkwürdigen Blicke mehr wenn Du eine Hautfalte in Restaurants machst.

Einfach, wie auf einem Handy, kurz was eintippen und das Mahlzeiteninsulin wird gespritzt.

Kein „Spritzen“ mehr. Ich habe oben geschrieben, dass ich ungefähr 30.000 Mal Insulin spritzen musste. Das ist natürlich eine große Belastung für den Körper.

Ich habe die Spritzstellen immer gewechselt. Das ist natürlich trotzdem schwer, wenn Du sieben-acht Mal am Tag spritzen musst.

So fand ich die richtige Insulinpumpe

Sehr geholfen hat mir die Webseite: www.pumpencafe.de. Hier kannst Du alle wichtigen Informationen zu jeder Insulinpumpe finden.

Ich finde es sehr gut, dass Du auch die einzelnen Pumpen miteinander vergleichen kannst. Dies hat mir die Entscheidung sehr erleichtert.

Zuerst habe ich für mich festgehalten was mir wichtig ist:

  • Ich mache viel Sport (verschiedene Sportarten), daher darf die Insulinpumpe nicht im Weg stehen.
  • Ich gehe gerne lang schwimmen, daher sollte die Pumpe wasserdicht sein.
  • Unabhängigkeit ist für mich sehr wichtig, sie sollte mich so wenig wie möglich behindern.

Im Endeffekt hast Du die Wahl zwischen zwei Systemen, der schlauchlosen Insulinpumpe – OmniPod und Insulinpumpen mit Schlauch (MiniMed etc.).

Der große Vorteil der MiniMed aus meiner Sicht war, dass die Insulinpumpe mit dem CGM Enlite Sensor kommuniziert und die Insulinzufuhr bei der Gefahr einer Hypo die Insulinversorgung stoppt.

Ich habe mich aber für die schlauchlose Insulinpumpe entschieden. Hier muss ich in den POD Insulin befüllen und den POD an meinen Körper kleben. Alle drei Tage muss dieser gewechselt werden.

Der große Vorteil hier ist, dass die Insulinpumpe schlauchlos ist und sie somit an viel mehr Stellen getragen werden kann.

Warum ich mich für die Omni-Pod Insulinpumpe entschieden habe

Ich habe mich für die schlauchlose Pumpe von OmniPod entschieden, da

  • die Pumpe keinen Schlauch hat. Ich muss sie nicht am Gürtel befestigen, muss keine Angst haben, dass ich mit dem Schlauch hängen bleibe, bin beim Sport und im Alltag viel freier. Dadurch habe ich große Bewegungsfreiheit.
  • sich der OmniPod von alleine entlüftet. Bei den Schlauchpumpen kann es sein, dass Luft statt Insulin gespritzt wird (Ketoazidosegefahr!).
  • Durch den PDM (Personal Diabetes Manager) ist die Insulinabgabe sehr diskret.
  • Schwimmen problemlos über längeren Zeitraum möglich ist.

Vor- und Nachteile einer Insulinpumpe

Vorteile

  • Kein manuelles Spritzen
  • Sehr diskret 
  • Basalrate – Einstellung sehr viel genauer möglich
  • Insulinbedarf sinkt
  • Kleinere Spritzmengen möglich
  • Schnelleres Korrigieren

Nachteile

  • Größere Gefahr einer Ketoazidose
  • PEN sollte trotzdem immer mitgenommen werden
  • Längerer Spritz- Ess Abstand
  • Insulinpumpe macht Diabetes sichtbar

Vorteile einer Insulinpumpe

  • Du musst nicht mehr mit Pen spritzen. Wie oben geschrieben, habe ich in meinen 18 Jahren ohne Pumpe mehr als 30.000 Insulininjektionen gehabt. Ich habe schon ein paar Tage gebraucht um mich daran zu gewöhnen, den Pen vor dem Essen nicht in die Hand zu nehmen. Lustig war auch, dass ich die erste Zeit immer um 22:00 auf die Uhr geschaut habe, da dies meine Lantus-Spritz-Zeit war.
  • Auch wenn mich das nie wirklich gestört hat, aber vielen Diabetikern bereitete der Pen in der Öffentlichkeit Unbehagen. Die Pumpe ist sehr diskret. Einfach den PDM (der wie ein etwas altes Handy aussieht) und Insulin abgeben.
  • Ein sehr großer Vorteil ist, dass Du die Basalraten (sogar auf Stundenbasis) individuell einstellen kannst. Mit dem Lantus habe ich 21iE pro Tag gespritzt. Da aber Dein Körper je nach Tageszeit einen unterschiedlichen Insulinbedarf hat, war das Lantus entweder zu viel (z.B. nachts, wenn Dein Insulinbedarf sehr gering ist) und in der Früh zu gering (wenn dein Insulinbedarf vergleichsweise hoch ist).
  • Der Insulinbedarf sinkt, weil die Insulinpumpe effektiver arbeitet. Während ich mit beim Lantus 21iE gebraucht habe, brauche ich bei der Insulinpumpe nur 16iE.
  • Mit einem Pen ist die kleinste Einheit 0,5 iE, die Du spritzen kannst. Mit der Insulinpumpe sind es 0,1 iE. Damit hast Du die Möglichkeit wesentlich genauer spritzen zu können.
  • Ich korrigiere viel schneller. Mit dem Pen habe ich viel später korrigiert. Mit der Insulinpumpe korrigiere ich schon Werte ab 130 mg/dl.

Nachteile einer Insulinpumpe

  • Gefahr der Ketoazidose. Da Du kein Depotinsulin im Körper hast wie beim Langzeitinsulin, kann sich eine lebensgefährliche Ketoazidose sehr schnell entwickeln.
  • Du solltest trotz der Insulinpumpe immer auch einen Pen mitnehmen. Da Du kein Depotinsulin im Körper hast, bekommst Du sehr schnell (ca. ein- bis zwei Stunden) ein sehr ernstes und großes Problem, wenn Deine Pumpe ausfällt.
  • Längerer Spritz-Ess-Abstand. Sofern Du einen Spritz-Ess-Abstand einhalten musst, dann wird sich dieser bei einer Insulinpumpe um ein paar Minuten verlängern, da das Insulin in sehr kleinen Mengen von der Pumpe abgegeben wird.
  • Ein psychisches Problem, jedenfalls für mich. Es ist interessant, aber als ich die Pumpe bekommen habe, konnte ich Diabetes an meinem Körper sehen und anfassen. Die ganzen Injektionen haben mich nie wirklich gestört. Aber die Insulinpumpe, die ich auf meinem Körper befestigt habe, kann ich fühlen und sehen. Es zeigt mir, dass ich „krank“ bin. Das war für mich etwas, womit ich erst klar kommen musste.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Insulinpumpe?

Die Pumpe ist ein kleines elektronisches Gerät, das Menschen mit Diabetes kontinuierlich mit Insulin versorgt. Sie kann unauffällig am Körper getragen werden und gibt Insulin durch einen dünnen Schlauch und eine Nadel unter die Haut ab.

Wie funktioniert eine Insulinpumpe?

Sie ahmt einige Funktionen einer gesunden Bauchspeicheldrüse nach, indem sie kontinuierlich schnellwirkendes Insulin in den Körper abgibt. Der Benutzer kann die benötigte Insulinmenge für 24 Stunden in Zusammenarbeit mit seinem Arzt programmieren.

Welche Vorteile bietet die Insulinpumpentherapie?

Die Insulinpumpentherapie bietet eine Reihe von klinischen Vorteilen. Dazu gehören das Halten des Glukosespiegels im gesunden Bereich, das Erreichen niedrigerer HbA1c-Werte, längere Zeit im Ziel-Glukosebereich und weniger hypoglykämische Ereignisse. Sie ermöglicht auch ein unbeschwerteres Leben mit weniger Injektionen und Sorgen um hohe oder niedrige Blutzuckerspiegel.

Gibt es verschiedene Modelle von Insulinpumpen?

Ja, es gibt verschiedene Modelle von Insulinpumpen, darunter konventionelle Insulinpumpen wie die mylife YpsoPump, MiniMed 780G/740G oder Dana-i, sowie schlauchfreie Insulinpumpen wie den Omnipod Dash. Die Auswahl hängt von individuellen Vorlieben und dem Lebensstil ab.

Was ist die sensorunterstützte Pumpentherapie?

Die sensorunterstützte Pumpentherapie (SuP) kombiniert eine kontinuierliche Glukosemessung mit der Insulinabgabe. Dadurch ermöglicht sie eine Echtzeitüberwachung von Glukosespiegeln und Trends, was zu fundierteren Entscheidungen bezüglich der Insulindosierung führt. Einige Pumpen können sogar die Insulinabgabe automatisch an die Glukosespiegel anpassen, um das Risiko von Unterzuckerungen zu verringern.

Fazit zur Insulinpumpentherapie

Die Insulinpumpe war ein großer Gewinn für meine Lebensqualität. So turbulent und stressig das Leben nun einmal ist, kann ich mit der Insulinpumpe meine Basalraten sehr leicht anpassen.

Egal ob ich krank bin und mehr Insulin brauche oder mal mehr oder weniger Sport mache, ich kann es in ein paar Sekunden einstellen.

Anstatt mich bis zu acht Mal am Tag mit Pen-Nadeln zu spritzen, reicht ein Mal den Pod auf meinen Körper zu kleben, der alle drei Tage gewechselt wird.

Die Gefahr einer Ketoazidose ist präsent und im Vergleich zu der Therapie mit einem Pen sehr hoch. Jedoch kann man es sehr gut in den Griff bekommen, speziell wenn Du ein CGM hast.

Ich hoffe, ich konnte Dir einen guten Überblick über die Vor- und Nachteile von einer Insulinpumpe geben und Dir Deine eigene Entscheidung etwas erleichtern.

Die Seite www.pumpencafe.de ist eine sehr gute Seite, auf welcher Du vieles über die jeweiligen Insulinpumpen erfährst.

Mehr über mich erfährst Du auf meiner über mich Seite.

Schau auch ich meinem Blog vorbei. Du findest sicher viele hilfreiche Tipps & Tricks.

Dein Diabetoholic

Diabetoholic

Hi, ich bin Mirnes. Freut mich, dass Du auf meinem Blog bist. Ich bin seit meinem 15 Lebensjahr Typ1 Diabetiker. Seit knapp 25 Jahren messe ich täglich Blutzucker und spritze Insulin. In dieser Zeit habe ich wahrscheinlich mehr als 30.000 Mal Insulin gespritzt und mindestens genauso viele Mahlzeiten berechnet. Ich teile in diesem Blog meine Erfahrungen, mein Wissen sowie Tipps & Tricks. Ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen.